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Internetauftritt der Kirchengemeinde St. Markus, Regensburg - Chronik Seite 2 von 7 - Der Bau der Markuskirche - Direkt zum Inhalt

Kirchengemeinde Sankt Markus

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  Der Bau der Markuskirche
Im Laufe der Jahre wurde Prüfening als Siedlungsgebiet erschlossen, was zu einer regen Bautätigkeit führte. Bereits 1958 begann die Planung für eine eigene Kirche. Nach langwierigen und mühsamen Verhandlungen mit den zuständigen Stellen der Kirchenbehörde wurde dem Bauvorhaben zugestimmt.

Die Killermannstraße 1960
1961 konnte von der fürstlichen Verwaltung im Tausch gegen ein Gelände am Galgenberg, das der Wohltätigkeitsstiftung gehörte, ein 6.000 qm großes Grundstück an der Ecke Killermannstraße/ Deiningerstraße für 75.000 DM erworben werden.

Am 13. November 1965 wurde schließlich mit den Erdarbeiten begonnen.

  Die Killermannstraße im Jahr 1960

Die Grundsteinlegung für die Kirche St. Markus erfolgte am 11. Juni 1966. Hinter dem Grundstein ist ein zugelöteter Metallkasten eingelassen, der neben der Urkunde unter anderem ein Gesangbuch, Zeitungen und verschiedene Münzen enthält.

Professor Eichberg, durch die Form eines Bergkristalls inspiriert, entwickelte den im Dekanat Regensburg einmaligen Sechseck-Grundriss einer Kirche. Die von den Seitenwänden bis in die Dachspitze hineinlaufenden Dreiecks- und Trapezflächen vervollständigen das Kirchenschiff zu einer naturgetreuen Nachbildung eines Bergkristalls. Der Glockenturm wurde nicht zuletzt deshalb nach dem Vorbild italienischer Campanile neben der Kirche errichtet.

Zur Verschönerung des kahlen Turmes hatten bereits drei Künstler ihre Entwürfe eingereicht. Sie fanden aber aus Geldmangel leider keine Berücksichtigung.
Der Bau der Kirche 1966Der Bau der Kirche 1966

Der Bau der Kirche: Fotos vom 27.2.1966 und vom 23.10.1966
Die zehn Zentner schwere, freihängende Glocke wurde in der Heidelberger Gießerei Schilling gegossen und trägt die Aufschrift "Traut der Frohbotschaft", Markus 1/15. Der Bau schritt unter der Leitung von Architekt Walter Rhode zügig voran. Die reinen Baukosten beliefen sich auf 750.000 DM ohne jegliche Inneneinrichtung. Hierfür musste die Gemeinde selbst aufkommen. In relativ kurzer Zeit waren aber bereits Spenden in Höhe von 17.500 DM von den Gemeindegliedern aufgebracht worden.

Am 10. September 1967 konnte endlich die lang ersehnte Einweihung der Kirche stattfinden. Damit waren in Regensburg alle vier Evangelisten durch die neuen Kirchen vertreten. St. Lukas im Norden, St. Matthäus im Südosten, St. Johannes im Süden und schließlich St. Markus im Westen.
Die St.-Markus-Kirche 1967Luftaufnahme vom Stadtteil rund um die Kirche, 1968

Links die fertige St. Markus-Kirche, rechts ein Foto vom 20.4.1968, etwa in der Mitte ist die Kirche zu sehen.
Obgleich die Gemeinde von St. Markus, zu der 1956 nur rund 250 Gemeindeglieder gehörten, schon 1967 nahezu 1.500 Mitglieder zählte, war sie nach Aussage des damaligen Kirchenvorstandes der Muttergemeinde Dreieinigkeitskirche noch immer nicht reif für eine Verselbstständigung und dieser wehrte sich heftig mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Streben nach Eigenständigkeit von St. Markus.

Nach schwierigen Diskussionen zwischen Dekan, Kreisdekan und Landeskirchenrat, die zu keinen befriedigenden Ergebnissen führten, entschieden sich die Mitglieder von St. Markus jedoch unabhängig davon in der ersten Gemeindeversammlung ihrer Geschichte am 29. September 1969 durch Abstimmung mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit von der Muttergemeinde.
Am 4. Mai 1970 folgte dann auch die Entschließung des Landeskirchenrates, in der St. Markus zu einer eigenen Pfarrei erklärt wurde.


Herr Pfarrer Arnold Wallhofen, der bereits von 1956 bis 1970 als Inhaber der dritten Pfarrstelle der Dreieinigkeitskirche den Sprengel Prüfening und Dechbetten leitetet, wurde durch den damaligen Landesbischof Hermann Dietzfelbinger zum ersten Pfarrer von St. Markus ernannt.
Pfarrer Wallhofen

Pfarrer Wallhofen 1967, erste Kinderweihnacht

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