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Wilfried Süß |
12-12-2009 22:38 Uhr |
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Architektur des Hauses - Mag akademisch erscheinen
Dekan Herrmann signalisierte der Gemeinde Sinzing, einen Bau anzustreben, der in harmonischem Einklang mit dem "Brunnenplatz" steht. Harmonie ist städtebaulich so eine Sache - sie setzt eine existierende "Tonart", ein Leitmotiv usw. voraus und die kann ich dort beim besten Willen nicht erkennen.
Richtig ist: Der dort vor Jahren begonnene Prozess einer "Reparatur", lange nach dem Abriss des Weigert-Anwesens, sollte jetzt durch das neue Gemeindehaus fortgeführt werden. Das bedingt, dem Brunnen, den Mauern und den Pflasterungen am oberen Ende der Parkflächen eine Entsprechung zu schaffen. Ein quer zur Fahrbahn gestellter Baukörper würde den Charakter eines Platzes erst herausarbeiten und es entstünde eine Situation von angemessener Urbanität.
Der vorgelegte Entwurf erreicht nicht die dafür erforderliche Gestaltungshöhe. Dem Bau fehlt die Kraft, sich gegenüber dem doch recht banalen, ja willkürlichem gebauten Bestand durchzusetzen. Ich plädiere für einen Solitärbau. Durch die (richtige) Absenkung des Zugangs auf das Niveau der Straße und die damit verbundene Freilegung des Basisgeschosses, ergibt sich zusammen mit dem relativ geringen Bauvolumen die Problematik, dass sich der Baukörper ins Gelände duckt und vor allem gegenüber dem benachbarten Anwesen Wolf "wegtaucht".
Dem kann nur mit einer akurat disziplinierten Fassadengestaltung, verbunden mit einem steileren Satteldach begegnet werden. Dies würde auch zusätzlich die öffentliche Bedeutung und Nutzung des Gebäudes herausstellen.
So lange ein derartiger Entwurf nicht in Sicht ist, halte ich den Erhalt und die Sanierung des alten Gemeindehauses für das kleinere Übel. Denn so bescheiden wie es einige von uns resignierend meinten "Bevor wieder gar nicht passiert, gefällt uns das auch ganz gut" möchte ich es nicht hinnehmen. |
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M.Müller |
11-12-2009 15:53 Uhr |
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Empfehlung der Kreisbaumeisterin
Gegenwärtig höre ich verschiedene Ansichten darüber, was Frau U. Kelm, die Kreisbaumeisterin des Landkreises, nach ihrer Besichtigung für eine Empfehlung gab. Ihr Brief vom 24.11.2009 wurde ja in der Gemeinderatssitzung öffentlich verlesen.
Darin eröffnet sie eine positive Perspektive und gibt Anhaltspunkte für eine sachliche zukünftige Entscheidung des Gemeinderates.
Sie schreibt zum Schluß: "Ob das neue Gebäude ... sowohl den Parkplatz nach Osten begrenzen und auch die Bruckdorfer Straße in diesem Bereich baulich enger fassen will, oder weiterhin die bestehende Böschung eine natürliche Raumkante bilden soll, hängt von den gemeindlichen Zielen ab. Ist hier das Ziel, eine städtische Qualität mit mehr Öffentlichkeit mittelfristig zu erzeugen oder spricht die überwiegende private Wohnnutzung eher für eine Stärkung des Grünanteils mit dem Naubau eines Gemeindehauses in der bestehenden Gebäudeflucht unter Erhalt der Böschung?" |