Ansprache von Wolfgang Heidenreich, Vertrauensmann des Kirchenvorstands
Lieber Herr Reutter, liebe Angehörige, liebe Trauergemeinde,
tief erschüttert müssen wir heute Abschied nehmen von unserer geliebten und geschätzten Frau Reutter.
In der Zeit ihrer schweren Krankheit hat sie viel Kraft aus ihrem festen Glauben gewonnen. Auch unsere Anteilnahme und Gebete - die der gesamten Gemeinde - hat sie "gespürt" und es hat ihr gut getan. Manchmal hatte ich den Eindruck, sie würde uns trösten in unserer Ratlosigkeit - hier können wir von ihr lernen!
Es fällt mir so vieles ein über unsere Frau Reutter:
Es war eine Freude, mit ihr das Gemeindefest zu organisieren - unvergessen bleibt das Abrechnen des Büchermarktes.
Schon mit dem Klang ihrer Stimme am Telefon waren die Probleme nur noch halb so groß. Waren die offiziellen Dienststunden dann vorbei, konnte man sie immer noch mit e-mail erreichen.
Wir konnten alle voller Vertrauen zu ihr kommen, sie hatte offene Ohren und noch wichtiger, ein offenes Herz. Oft hat sie uns auch wieder aufgebaut und motiviert und wenn es nur der kleine Schoko-Marienkäfer für die Austräger der Kirchgeld-Bescheide war.
Sie war uns
- - Seelentrösterin
- - Blitzableiter
- - Managerin
- - Zuhörerin
- - die Sonne der Gemeinde
Das Bild der Sonne ist bei mir da, wenn ich an Frau Reutter denke.
So war sie das Sonnentor zum Pfarramt mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit. "Die Sonne scheint warm und zuversichtlich, so schön ist es wieder hier..", schrieb sie mir noch als Urlaubs- und Geburtstagsgrüße von der Ostsee.
Wir verlieren keine kleine Sekretärin, wir verlieren einen großen Menschen mit einem großen Herzen!!
Wir suchen Trost.
Ich bin glücklich, dass ich Frau Reutter kennen lernen durfte, dass Gott sie uns geschenkt hat.
Ihnen, lieber Herr Reutter und allen Angehörigen wünsche ich viel Kraft in ihrer Trauer.